Kenton Electronics Ltd., die neben Hard- und Softwareprodukten anderer Firmen auch ihre eigenen MIDI-Controller verkaufen, featuren aktuell auf ihrer Webseite 2 werkeigene Interfaces die noch im Prototypenstadium sind. AB Mini und AB DJ heißen die beiden Geräte und "glänzen" im Gegensatz zu den meisten Plastikgehäusen am Controllermarkt (pfah, ist mein UC-33 hässlich) durch ein Gehäuse und eine Frontplatte aus gestrichenem Aluminium.
Der AB Mini verfügt über einen Joystick (!), 9 dicke Endlosregler, denen zugeordnete 9 Buttons (Channel-Switch) und wird via USB zB.: mit Ableton Live verbunden. Der große Bruder, AB DJ, hält 4 Kanal-Sets von denen 3 jeweils mit einem Master, 6 weiteren Knobs, 6 illuminierenden Buttons und 2 Pads ausgestattet sind. Daneben angeordnet findet man noch das vierte Set das über einen Joystick und einen Fader verfügt und stattdessen an 2 Reglern und an den Pads spart. Der AB DJ wird mit einem USB und einem MIDI-Port verbaut und laut Hersteller wie die kleinere Version Bus-Powered sein.
Production models would probably have aluminium knobs too, rather than the Moog type knobs on this prototype.
Fijuu2 ist eine audio-visuelle Applikation die als Installation auf der Cybersonica06 vorgestellt wurde. Die Entwickler Julian Oliver und Steven Pickles haben eine bzw. mehrere controller-reaktive flüssige 3D Skulpturen entwickelt die als Instrumente agieren und auf dessen Körperform und Soundinteraktion, mithilfe eines Logitech Dual Action Joypads (Playstation2 rip), Einfluss genommen werden kann.
Fijuu2 wurde komplett mit Open-Source Software und einem 2Ghz Pentium (+ ATI Radeon 9700) auf Linux mit der Hilfe von OGRE 3D und Pure-Data realisiert.
Der Vorgänger Fijuu wurde bereits auf der Sonar2004 gezeigt und erhielt auf der Transmediale2005 eine "Honourable Mention". Ein schönes Video zu Fijuu1 findet ihr hier » 65MB - MPEG1 «.
monome 40h nennt sich ein quadratisch angelegtes Interface mit 8 x 8 Buttons, dass über eine USB 2.0 Verbindung an den Rechner angeschlossen werden kann. Die einzelnen Buttons reagieren je nach Anwendung mit einem Hintergrundlicht und lassen wie bei einer Lauflichtprogrammierung erkennen wann beispielsweise ein Sound getriggert wird. Der Anschluss ist Bus-Powered und bedarf so keines extra Netzteils. Mitte Mai soll dann auch die Software mapd beiligen bzw. zum Download erhältlich sein. Ohne Kenntnisse von Programmierung und modularen Systemen wie MaxMSP oder PD soll sich das monome 40h damit treiberlike konfigurieren lassen. Die Informationen auf der Website beschreiben hier die Möglichkeiten, zB.: Buttons auf Midi-Noten zu routen, mehrere Buttons zu einem Slider zusammenfassen zu können, Midi-Learn, anlegen von "Pre-Sets" oder das zusammenschließen mehrere Geräte.
"it's the binary steps pattern, or it's a giraffe, you decide. when you count from 1 to 8 in binary, that's what you get."
Als Software die direkt für monome entwickelt wurde stehen derzeit mlr ein interaktiver Sample-Cutter (max/msp) sowie step ein 8-Step Sequenzer (max/msp) zur Verfügung. Die Entwickler von monome möchten die jeweiligen Tools Open Source halten und auch die Nutzer motivieren eigene Software dafür zu entwickeln. Das lässt auf spannende Programme hoffen. Zum Abschluss sei hier noch auf ein Video und auf das monomeFAQ verwiesen.
MAWZER ist ein modulares Midi-Controller-Steck-System. Je nach Anwendung lassen sich unterschiedliche Module mit Knobs, Buttons, Fadern, Crossfadern, VU-Metern und ein Touchpad à la Laptop in bedienungsgerechten Kombinationen zusammenschließen. Das Gerät verfügt über einen MIDI- und einen USB-Anschluss, ein LCD-Display und führt ein integriertes Netzteil. Auf der Webseite finden sich 3 Videos, ein kleines FAQ sowie eine Preisliste der einzelnen Bestandteile und des Case. Kritisch scheint man sich mit der Standardauflösung von 7Bit (0-127 Werte) für beispielsweise einen DJ-Fader auseinanderzusetzen. Im FAQ wird darauf hingewiesen, dass man an neuen Modulen mit einer Breite von 14Bit arbeitet. Für den nicht zu niedrig angesetzten Preis eines komplett ausgestatteten Systems, könnte man sich allerdings auch eine Reihe anderer interessanter Controller kaufen.
Durch einige technologie- & computerkunstnahe Blogs kursiert gerade eine Website auf der Jeff Han einige Snapshots und .mov's aus seiner Entwicklung eines bi-manualen Interfaces (frei: Mehr-Punkt-Benutzer-Schnittstelle) zeigt. Ein druckempfindlicher Screen kann mit mehreren Fingern bedient werden und lässt so, beispielsweise, mehrere Benutzer gleichzeitig in einer Software agieren. Die Anwendung einer solchen ausformulierten Technologie würde die Grenzen
einer intuitiven und benutzerfreundlichen Interaktion mit Softwareumgebungen weit aufstoßen (und führt uns vielleicht näher an eine Idee der Interaktion mit den Daten (dem Cyberspace) als man sich in den 90ern von der Virtuellen Realität versprochen hat ;) ).
Auf der Website des MIT Media Labs lassen sich unterschiedliche Projekte Studierender einsehen. Darunter auch Beatbug von Roberto M. Aimi. Diese kleinen handlichen Geräte lassen sich zu 8 Einheiten miteinander verschalten und mit einfachen rhytmischen Motiven bespielen. Weiters finden sich auf der Website erklärende Videoschnipsel von Workshops, Medienechos, Live-Konzerten und ein Nachfolgermodell das auf Bluetooth basiert.